Oesterreich

Endlich: Österreich hat eine Bundesregierung

Nein, dies wird kein Jammerbeitrag über das Rot/Schwarze Verhandlungsergebnis. In vielen Blogs wird ja heftig über die Ereignisse der letzten Tage diskutiert und polemisiert.

Ich bin froh dass Österreich wieder über eine legitimierte Bundesregierung verfügt, auch wenn es eine ungeliebte Große Koalition ist - Positiv denken :-))

Demokratiepolitisch ist es natürlich nicht ungefährlich wenn eine Regierung über beinahe dreiviertel aller Mandate verfügt. Jedoch sind Kontinuität, Verlässlichkeit und Stabilität unerlässlich und bei der letzten Regierung konnte man nicht immer alle genannten Kriterien feststellen. Es wird sich herausstellen ob diese Große Koalition wieder in die dunkelste Proporzvergangenheit und der unkreativen Verwaltungspolitik der 90iger Jahren verfällt.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo ein Regieren aufgrund des Kompetenzwirrwarrs zwischen Bund und Ländern extrem schwierig ist, sehe ich in Österreich keine allzu großen Probleme. Die Landesfürsten haben einfach wenig zu melden und dies ist gar nicht so schlecht. Siehe Deutschland mit den ständigen peinlichen Zwischenrufen und Boykottandrohungen des (Noch)-CSU-Fürsten Stoiber und anderer Ministerpräsidenten.

Zumal sich in den letzten Jahren in Österreich viel getan hat, bin ich ganz optimistisch über die zukünftige Regierungspolitik. Viele notwendige Reformen wurden durchgeführt, natürlich war nicht alles optimal. Ich denke da zum Beispiel an das Fremdenrechtspaket das ja mit den Stimmen der SPÖ beschlossen wurde. Dank Euro und EU-Osterweiterung profitiert aber die Alpenrepublik ökonomisch enorm, wobei dies so mancher kleingeistiger Alpenrepublikaner noch nicht verstanden hat oder nicht will.

Zum Glück ist nun auch das ewige Sondieren vorbei. Die Rülpser, Gehässigkeiten und Kommentare von drittklassigen Parteifunktionären zu den Verhandlungen werden mir nicht abgehen. Endlich kann wieder konkrete Sachpolitik diskutiert werden. Die ersten 100 Tage werden ja zeigen wie Österreich ab sofort regiert wird.

Die gute Nachricht zum Schluss:
Endlich hat der/die/das BZÖ nix mehr zu melden. Und für den Bärentaler interessiert sich sowies keiner mehr. Er ist schon weg - auch ohne Ankündigung - zumindest von den Titelblättern nationaler und internationaler Medien.

Österreich mit aktuellen Österreich-Nachrichten?

Ab heute hat Österreich eine neue Zeitung. Die 17te Tageszeitung. Peinlich, wenn man bedenkt dass in Deutschland 347 Tageszeitungen gedruckt werden. Wenn man dies auf die Einwohneranzahl Österreichs runterbricht, wären es ungefähr 35 Zeitungen. Aber na ja es geht ja um Österreich und dass die Medienlandschaft ihre Besonder- und Eigenarten hat ist ja nichts Neues.

Und die neue Tagszeitung hat auch einen leicht zu merkenden Namen. Die Zeitung heißt „Österreich“ und die dazugehörige Internetseite hat den Namen oe24.at.

Besonders schnell möchte das Internetportal über aktuelles Geschehen berichten. Aber so richtig aktuell ist der Content nicht. Denn von der politischen Topstory des heutigen Tages, nämlich der einstweiligen Verfügung gegen das BZÖ ist nichts zu lesen.

Aber vielleicht sind es ja auch nur Startschwierigkeiten, wie auch im Printbereich, siehe:
Fellnerzeitung kam nicht (Der Standard)

Das Liberale Forum tritt bei den NR-Wahlen nicht an

Das Liberale Forum wird bei der Nationalratswahl am 1. Oktober nicht kandidieren. Dies gab heute der Bundessprecher der Liberalen, Alexander Zach der Öffentlichkeit bekannt. "Unser Ziel war es, den Wählerinnen und Wählern ein glaubwürdiges Angebot zu machen, das auch die Chance auf das Erreichen der 4%-Hürde beinhaltet hätte. Leider konnten unsere Bemühungen bis zuletzt die dafür notwendigen Rahmenbedingungen nicht herstellen", so Zach in einer Stellungnahme auf der Website der Liberalen.

Die Liberalen werden nun den Ausgang der Wahlen abwarten und anschließend im Herbst bei einem Parteitag über die weitere Zukunft der Partei beraten.

Neues ORF Design - Relaunch von orf.at

orf

Seit wenigen Tagen ist das neue Design vom österreichischen Staatssender ORF online.

Auf Horizont.at habe ich folgenden Artikel gefunden:
Das Informationsportal erhielt eine optimierte Benutzeroberfläche. Die Bilder der Schlagzeilenleiste, mit der ausgewählte Top-Meldungen angeteasert werden, wurden vergrößert. Durch diese optische Optimierung wird ORF.at i… strukturierter und übersichtlicher…

So wie es aussieht handelt es sich hier um die Zitate der ORF-Pressemitteilung. Da ich „ORF-Poweruser“ bin, d.h. ich surfe die Seite mehrmals am Tag an, bin ich von diesen Änderungen nicht angetan.

Und warum surfe ich die Seite mehrmals an? Weil es sich um ein übersichtliches und einfaches Design handelt. Auch als Brillenträger habe ich die „Bülderlan“ erkannt und bei Interesse darauf geklickt. Nun sind die Bilder überdimensional. Bei einem 17 Zoll Röhrenbildschirm bei „normaler“ Auflösung wird es schwierig die geframten Texte zu lesen. M.E. war der Relaunch nicht notwendig, aber die Marketingverantwortlichen werden es ja besser wissen warum man ein optimales Konzept überoptimieren muss.

Wobei ich möchte nicht nur meckern, denn der ORF-Sportchannel wurde besser. Das Design ist schöner und auch die Menüleiste (rechts) ist grafisch schöner.

Vielleicht wollte man auch in einer Nachthundnebel-Aktion den ORF aus den Schlagzeilen bringen. Denn die Initiative SOS-ORF setzt sich für einen parteipolitischfreien österreichischen Rundfunk ein. Wobei auch dieses Projekt im Nationalratswahlkampfjahr 2006 ins Leben gerufen wurden… Zufälle gibt es.

Wobei der Grundtenor der Initiatoren vollkommen richtig ist, aber der ORF war und wird sich auch nicht in Zukunft den Umarmungen von Bundesregierungen entziehen (können). Und egal in welchen bunten Farben die Bundesregierung auch schillern mag.

Innovation made in Austria

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Endlich ist es soweit. Die ganze Welt hat auf dieses grafisch geniale Straßenschild gewartet. Nach der Einführung der Tempo 160 Strecke in Kärnten, kommt es nun zur nächsten Revolution im österreichischen Straßenverkehr. Dieses Schild gegen Geisterfahrer!!!

Danke Herr Gorbach, Sie sind eine Perle der österr. Bundesregierung. Nur so eine Frage, was machen Sie sonst noch?

Italienischer Ex-Präsident hält Österreicher für Deutsche

Für den früheren italienischen Staatspräsidenten Francesco Cossiga gibt es keine österreichische Nation. In einem in Südtirol erschienen Magazin meinte er außerdem, die Südtiroler seien keine österreichische Minderheit, sondern "Deutsche".

"Und jetzt sage ich euch etwas, was euch Südtirolern ganz sicher nicht gefällt: Die Österreicher sind Deutsche. In diesem Punkt hatte Hitler Recht. Die österreichische Nation gibt es nicht. Oder gibt es etwa eine österreichische Musik, eine österreichische Literatur?", wurde Cossiga zitiert. Die Südtiroler seien "eine deutsche Minderheit".

Weiterführender Link:
Tirol.com

Biografie von Francesco Cossiga: Wikipedia

Österreich bewirbt sich um einen Sitz im UN-Sicherheitsratsrat

Der Ministerrat hat die Bewerbung für Periode 2009 bis 2010 im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Österreich hat aber mit starker Konkurrenz zu rechnen. Laut Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel möchte Österreich Einfluss auf die Entscheidungsfindung innerhalb der UNO nehmen.
Die Wahl findet im Herbst 2008 statt, wobei hochrangige österreichische Diplomaten diesem Bemühen widmen.

Der Sicherheitsrat ist das oberste politische Entscheidungsgremium der UNO. Der Sicherheitsrat kann Entscheidungen treffen, die für die UN-Mitgliedsstaaten bindend sind. USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sind die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates. Die anderen zehn Mitglieder werden von der UN-Generalversammlung auf jeweils zwei Jahre gewählt. Wobei sich die Zusammensetzung der ständigen und nichtständigen Mitglieder in den nächsten Jahren verändern soll. So strebt Deutschland einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat an.

Weiterführender Link:
diepresse.com

Wirtschaftstandort: Das bessere Deutschland

In einem Report "Österreich - das bessere Deutschland?" analysierte manager magazin im März dieses Jahres die Vorzüge der Alpenrepublik. Das ausgesprochen günstige Profil Österreichs für Investoren bestätigt sich auch im aktuellen EU-Standortranking.

Hamburg - Kein anderes EU-Land hat so viele Standorte in den Top 100 der Rangliste der 1207 EU-Regionen wie Österreich. Aktuell sind es 18, dank günstiger Standortentwicklung dürfte sich die Position der Alpenrepublik noch weiter verbessern. Lediglich das deutlich kleinere Irland schneidet mit seinen insgesamt acht Regionen noch besser ab....

Hier geht es weiter zum Originalartikel des Manager-Magazins.


(Gefunden wurde diese Artikel auf den Seiten des Hamburger Manager-Magazins)

UNI-Spiegel: Titelverliebtes Österreich

Die aktuelle Ausgabe des UNI-Spiegels (Ableger des Hamburger Nachrichtenmagazins Spiegel) widmet sich unter anderem mit den Vorzügen des Lebens als Akademiker in der Alpenrepublik. Natürlich stehen die österreichischen Titel im Vordergrund. Wobei man in Österreicher ja für jeden Beruf einen Titel finden und im täglichen Leben auch anwenden kann, akademisch oder nichtakademisch ist hierbei nahezu belanglos.

Vor allem für Deutsche ist dies ein ungewöhnliches österreichisches Spezifikum. Dieses Spezifikum hat im sozialem Leben nach wie vor eine nicht zu unterschätzende Wichtigkeit und kann auch zu zwischenmenschlichen nicht erheblichen Differenzen führen, wobei der Nichtösterreicher oft nicht weiß warum.

Hier geht es zum Original-Artikel

Österreich: Österreichische Zeitgeschichte im TV

Der ORF prägte die Jugend vieler Generationen. Erst Anfang der 90er Jahre bekam der Österreichische Rundfunk Konkurrenz via Satellit. Gerade für mich als jungen Auslandsösterreicher werden in rotweissroten Runden immer wieder TV-Highlights ausgetauscht. Ob sich die Qualität desFernsehens in der Gegenwart verbessert hat vermag ich nicht zu beurteilen, aber die Auswahl ist gewaltig.
Wie waren noch die Zeiten als es nur FS1 und FS2 gab?

Programmbeschreibung von 3Sat:
Das Fernsehen übte eine magische Anziehungskraft auf alle Bewohner des Dorfes aus, und kaum einer fehlte bei Sendebeginn im Extrazimmer des Kirchenwirtes, wo einer der ersten Fernsehapparate des Dorfes stand. Dort arbeitete Romans Großmutter aushilfsweise in der Küche und ihre Kochkünste litten mitunter unter ihrer Fernsehleidenschaft.

Nach einem Streit über das Fernsehprogramm sah sich der liebenswerte und schrullige Herr Pfarrer (Friedemann Seufferheld) gezwungen, ein eigenes Gerät zu kaufen und war nur mehr selten beim Kirchenwirt anzutreffen. Aber da Romans Großmutter (Julia Gschnitzer) auch manchmal im Pfarrhaus kochte, ergab sich für Roman, gespielt von Julian Pölsler, dem Sohn des Regisseurs, ein weiterer Zugang zu einem Fernsehgerät.

Ein Fernsehbericht über die Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau macht unsichtbare Gräben im Dorf sichtbar. Der Kameradschaftsbund hatte schon zuvor seine Treffen ins Extrazimmer des Kirchenwirtes verlegt. Die Fernsehberichte lassen alte Wunden aufbrechen und neue entstehen.

Die Stimmung beim Kirchenwirt richtet sich gegen den alten Adler (Leon Askin) den ehemaligen Kaufhausbesitzer, dessen Söhne in Auschwitz ermordet worden waren. Er war der nächste im Dorf, der ein eigenes Fernsehgerät kaufte, vor dem die Kinder mittwochs, wenn der Kameradschaftsbund im Extrazimmer tagte, Kinderfernsehen schauten.
Das Fernsehen prägte immer mehr das Leben der Bewohner des steirischen Dorfes, lieferte Gesprächsstoff, aber auch Grund für Streitigkeiten und politische Kontroversen. (Quelle: 3Sat)

Sendetermine:
Teil 1 Mittwoch, 27. Juli 2005 um 22.25 Uhr 3Sat
Teil 2 Donnerstag, 28. Juli 2005 um 22.25 Uhr 3Sat

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